Brennholzkauf ist auch Vertrauenssache. Nachfolgend einige Erklärungen.

Einheiten:

Die Holzmenge wird weder nach Gewicht, noch nach Stückzahlen gemessen. Es wird zwischen verschiedenen Einheiten unterschieden, die je nach Anwendungsgebiet verwendet werden.

  • Festmeter (FM) oder Kubik:

Ein Festmeter Holz entspricht einem Kubikmeter Holz ohne Zwischenräume. Ein 5m langer Stamm mit 50cm Durchmesser, entspricht in etwa einem Festmeter. Diese Einheit wird vor allem im Forst zur Abrechnung der Holzmenge verwendet. Fürs Brennholz wird man kaum mit dieser Einheit zu tun haben.

  • Raummeter (RM) oder Ster: 

1m x 1m x 1m geschichtetes, gespaltenes Holz mit einem Meter Länge inklusive der Luft dazwischen, entspricht einem Ster. Dabei spielt die Form des Holzes, sowie die dicke eine Rolle. Dicke Holzstücke entsprechen mehr Holzmenge, haben aber allenfalls den Nachteil, dass sie nochmals gespalten werden müssen. Freut sich der Käufer über fein gespaltenes Holz, erhöht sich aber der Anteil der Luft. Sind lauter krumme Stücke im Stapel, erhöht sich der Luftanteil ebenfalls.

Bei geschnittenem Holz, aufgeschichtet wird, verringert sich der Luftanteil. Grob kann folgende Regel angewandt werden:

1 Ster geschnitten à 50cm = Holzbeige 0.9 Kubikmeter

1 Ster geschnitten à 33cm = Holzbeige 0.85 Kubikmeter

1 Ster geschnitten à 25cm = Holzbeige 0.8 Kubikmeter 

Der Ster ist die gebräuchlichste Einheit im Brennholz Handel.

  • Schüttraummeter (SRM):

1m x 1m x 1m gespaltenes Holz, welches bereits auf ofenfertige Länge geschnitten wurde. Statt geschichtet, wurde dieses Holz auf einen Haufen geschüttet. Dadurch hat es in einem SRM natürlich viel mehr Luft als in einem Ster.


  • Umrechnungstabelle:

1 FM = 1.4 Ster

1 Ster = 0.7 FM

1 Ster = ca. 1.4 Schüttraummeter


Holzfeuchte & Wassergehalt:

Die Holzfeuchte ist der Wasseranteil im Holz in Prozent. Sie kann am lebendem Baum bis zu 150% betragen. Das bedeutet, dass der Baum mehr Wasser speichern kann, als seine Holzmasse ausmacht.

Der Wassergehalt bezieht sich auf die Gesamtmasse. Er sollte bei Brennholz bei etwa 15% liegen. Bei der Lagerung passt sich der Wassergehalt jeweils der Umgebungsluft an. Es empfiehlt sich deshalb, das Holz nach Möglichkeit schon 2 Tage vor dem Verbrennen, z.B vor dem Ofen zu lagern.


Heizwert:

Ein Ster trockenes Laubholz ersetzt ca. 200 Liter Heizöl, bei einem Ster Nadelholz sind es ca. 150 Liter. Je nach Heizsystem kann es jedoch Sinn machen, mit Nadelholz zu heizen. Ich persönlich bevorzuge für den Kachelofen fein gespaltenes Nadelholz, welches schneller abbrennt. Somit kann der Schieber früher geschlossen werden und es entweicht während kürzerer Zeit Hitze durch den Kamin.

Heizwert in kWh pro kg Brennholz/Heizöl:  (Quelle Wikipedia) 

4,2 Buche, Esche, Eiche

4,3 Lärche, Kiefer, Fichte

12 Heizöl

Drei Kilo Brennholz liefern demnach mehr Energie als ein KiloHeizöl.


Umweltfreundlich mit Holz heizen:

Holz ist ein nachhaltiger Brennstoff. Beim Verbrennen wird nur so viel CO2 freigesetzt, wie der Baum während seines Lebens gespeichert hat. Da in der Schweiz nur so viel Holz geerntet werden darf, wie auch nachwächst, gilt heizen mit Holz aus der Umgebung als umweltgerecht. Wird Holz über weite Strecken transportiert, sieht die Bilanz allerdings katastrophal aus. Einerseits, weil für den Transport viel Energie verbraucht wird, anderseits werden vor allem in Osteuropa viele Wälder illegal geschlagen, was schlimme Folgen für die Umwelt hat. Deshalb gilt: CH-Holz first!

  • Das Holz muss genügend trocken sein.
  • Für genügende Sauerstoffzufuhr sorgen.
  • Das Feuer von oben anzünden.
  • Nur Brennholz aus der Region verheizen.
  • Verheizen Sie nur unbehandeltes Holz.